Hinweise zu Impfungen
   
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Varizellen
1. Kleinkinder, Kinder und nicht-immune Jugendliche vom 12. Lebensmonat bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (Standardimpfung nach STIKO);
2. Erwachsene mit bestimmten Risiken wie z.B. seronegative Personen mit Immundefizienz, eventuell Leukämie, Neurodermitis, Frauen mit Kinderwunsch sowie Pflege- und Kontaktpersonen von Risikogruppen (Indikationsimpfung nach STIKO).
Lebendimpfstoff; attenuiertes Varizellenvirus diverse Stämme; Wirtssystem HDC-human diploid cells; Zusätze: Salze, Zucker, Antibiotika u.a. (je nach Hersteller)
0,5 ml subcutan nach Restitution mit beigefügtem Lösungsmittel;
Kleinkinder und Kinder vom 12. Lebensmonat bis zum vollendeten 13. Lebensjahr erhalten 1 Dosis, Jugendliche nach vollendetem 13. Lebensjahr und Erwachsene erhalten 2 Dosen im Abstand von mi
gut
Beginn lt. Studien 6 Wochen nach der Impfung,
Dauer nach derzeit vorliegenden Daten 6-20 Jahre
bisher keine Erfahrungen, keine Empfehlungen
s. Packungsbeilage bzw. Gebrauchsinformation!
Impfvarizellen (in leichter Form häufig) erhöhen die Möglichkeit einer Übertragung des Impfvirus auf Nicht-Immune, was eine Gefahr für immundefiziente Kontaktpersonen darstellt.
akute, behandlungsbedürftige Krankheiten; Allergie gegen Impfstoffbestandteile; Immundefizienz (Ausnahmen s. Gebrauchsinformation); Schwangerschaft, Stillzeit.
Eine Schwangerschaft sollte für 3 Monate nach Impfung ausgeschlossen werden. Zur Anwendung in der Stillzeit gibt es keine Daten; wegen der theoretischen Möglichkeit einer Übertragung von Impfvarizellen auf den Säugling sollten stillende Mütter nicht geimpft werden.
siehe Schwangere
Zeitabstand zu anderen Impfungen
● Kombinationsimpfstoffe mit Masern, Mumps, Röteln (MMR) sind in Vorbereitung; wenn vorhanden sollten sie genutzt werden.
● Zum Einfluss der Impfung auf die Inzidenz und Schwere des Zosters als Spätkomplikation der Erkrankung gibt es noch keine sicheren Daten.
● egen der Gefahr einer Übertragung des Impfvirus sollten Geimpfte bis zu 6 Wochen nach der Impfung Kontakte zu empfänglichen Risikopersonen meiden, besonders dann, wenn sie einen varizellenartigen Ausschlag entwickeln.
● Eine spezielle reisemedizinische Indikation für die Varizellen-Impfung gibt es nicht.

aktualisiert:   02.03.2006, 11:31
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