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Cholera
Empfehlenswert bei Reisen in Gebiete mit aktuellen Ausbrüchen und besondere Exposition im Gastland
Länderspezifische Informationen der WHO
Totimpfstoff; inaktivierte V. cholerae Serovar O1 + rekombinant hergestelltes Toxin Untereinheit B; Zusätze: Salze, Aromastoffe (s. Hersteller-Info)
Erwachsene und Kinder ab 6 Jahre 2 Dosen oral,
Kinder von 2 bis 6 Jahren 3 Dosen oral im Abstand von mindestens 1, maximal 6 Woche(n) Fachinformation beachten!
1 Stunde vor und nach Einnahme nicht essen und trinken.
gut bei im Endemiegebiet Lebenden; bei vorübergehend Exponierten unbekannt
Beginn ca. 1 Woche nach 2. Dosis, abnehmend auf 60% nach ca. 2 Jahren, bei Kleinkindern nachlassen der Wirksamkeit bereits nach 6 Monaten
mit einer Dosis nach 6-12 Monaten (WHO) bzw. Erwachsene/Kinder nach 2 Jahren, Kleinkinder nach ½ Jahr (Hersteller).
siehe Packungsbeilage bzw. Fachinformation!
akute fieberhafte oder gastrointestinale Erkrankungen; Allergie gegen Impfstoff oder Zusätze
keine ausreichenden Daten, Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit allenfalls unter strenger Risikoabwägung.
siehe Schwangere
Die Impfung ersetzt nicht die gebotenen Maßnahmen zur Nahrungs- und Trinkwasserhygiene.
● Zur Wirksamkeit bei Immundefizienten und Personen >65 Jahren gibt es keine ausreichenden Daten. Bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmkrankheiten, die mit Vedolizumab behandelt werden, ist die Wirksamkeit herabgesetzt
● Die impfinduzierten antitoxischen Antikörper im Darm können teilweise auch eine Schutzwirkung gegen das "cholera-like-Toxin" enterotoxischer E. coli (ETEC), einem der häufigen Erreger der Reisediarrhoe, vermitteln. Insgesamt errechnet sich nach bisheriger Datenlage für die ätiologisch nicht differenzierte Reisediarrhoe eine Wirksamkeit, von unter 30%. Die Anwendung sollte daher auf Personen beschränkt werden, für die eine Reisediarrhoe ein erhöhtes Risiko darstellt. Obwohl der im Handel befindliche Impfstoff für diese Indikation nicht zugelassen ist, kann sein Einsatz im sog. "Off-Label-Use" für folgende Risikogruppen in Betracht gezogen und gegenüber den Vor- und Nachteilen einer antibiotischen Chemoprophylaxe abgewogen werden:
Reisende mit Prädisposition:
Fehlende Magensäurebarriere (langfristige Einnahme von Säurehemmern, Zustand nach Magenresektion); Immunsuppression; Neigung zu rezidivierenden Episoden von Reisediarrhoe
Reisende mit der Gefahr schwerer Verläufe:
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, M. Crohn); chronische Erkrankungen mit erhöhtem Komplikationsrisiko durch Flüssigkeits- und Elektrolytstörungen (z.B. chronische Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus, Diuretika-Einnahme); Kleinkinder.
Länderspezifische Informationen der WHO


aktualisiert:   20.07.2015, 17:31
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