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Medikamentöse Vorbeugung (Chemoprophylaxe)



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Eine regelmäßige Chemoprophylaxe ist bei Reisen in Malariagebiete mit hohem
Übertragungspotential (insbesondere Subsahara-Afrika, wenige Gebiete Ozeaniens und Südamerikas) grundsätzlich empfehlenswert und kann das Erkrankungsrisiko wesentlich reduzieren. Wenn in Gebieten mit niedrigem oder mittlerem Malariarisiko keine regelmäßige Chemoprophylaxe durchgeführt wird, sollte in der Regel die therapeutische Dosis eines Medikaments mitgeführt werden, das bei malariaverdächtigen Symptomen und nicht zeitnah erreichbarer und/oder verlässlicher ärztlicher Hilfe eingenommen wird (notfallmäßige Selbstbehandlung). Dies sollte jedoch nur eine Notfallmaßnahme bis zum Erreichen effektiver ärztlicher Hilfe darstellen.

Die medikamentöse Vorbeugung (Chemoprophylaxe) der Malaria ist erschwert durch die Verbreitung von Resistenzen, die – nach Region und Ausmaß unterschiedlich – bereits gegen jedes der zur Verfügung stehenden Antimalariamittel vorkommen. Die konkrete Empfehlung über die Art der Malariaprophylaxe muss anhand des Reisezieles, der Reisezeit, der Reisedauer, des Reisestils und unter Berücksichtigung individueller Gegenanzeigen vom Tropen- und/oder Reisemediziner getroffen werden.



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aktualisiert:   09.08.2016, 09:31
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