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Verhalten im Erkrankungsfall
   
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Symptome

Symptome einer Malaria sind Fieber, schweres Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost u. a. m. Anhand der Krankheitserscheinungen kann die Diagnose "Malaria" weder sicher gestellt noch ausgeschlossen werden. Dies ist nur durch den Nachweis von Parasiten oder Parasitenbestandteilen im Blut möglich.


Inkubationszeit

Die Zeit zwischen Einreise ins Malariagebiet und einer möglichen Malaria beträgt mindestens 5 Tage (Inkubationszeit). Jedes unklare Fieber ( > 37,5ºC axillär, > 38ºC oral, tympanisch oder rektal gemessen) in den Tropen ab dem 6. Tag nach erstmaligem Betreten eines Malariagebietes und auch lange Zeit nach Rückkehr ist solange verdächtig auf Malaria, bis das Gegenteil erwiesen ist.

Nahezu 100 % der Falciparum-Malaria-Fälle bei nicht-immunen Reisenden treten innerhalb von 4 Monaten nach der Rückkehr auf. Eine Malaria tertiana und quartana können auch noch später und trotz einer korrekt durchgeführten Prophylaxe auftreten, verlaufen im Allgemeinen aber nicht lebensbedrohlich wie die Falciparum-Malaria. Bei unklarem Fieber ist gezielt nach einem Tropenaufenthalt zu fragen. Im Falle einer Malaria aus Südostasien (u. a. Malaysia, speziell Sabah und Sar awak, Philippinen, Myanmar und Thailand), ist auch an die Möglichkeit einer Infektion mit Plasmodium knowlesi zu denken. Bei diesem Parasit besteht wegen der kurzen Zyklusdauer von nur 24 Stunden die Gefahr einer sich rasch entwickelnden schweren Malaria. Die Therapie erfolgt mit einer Artemisinin-Kombination (ACT). Zu beachten ist, dass gängige Malaria-Schnelltests bei einer P. knowlesi-Infektion nicht verlässlich reagieren (s.u.).


Verhalten beim Arzt

Bei Verdacht auf Malaria sollte sofort und in aller Regel noch im Reiseland ein Arzt aufgesucht werden.

 


Wann notfallmäßige Selbstbehandlung?

Wenn kein Arzt innerhalb von 24 Stunden nach Beginn der malariaverdächtigen Symptome erreichbar ist, sollte eine notfallmäßige Selbstbehandlung gegen Malaria durchgeführt werden, sofern keine Gegenanzeigen vorliegen.

Dosierungsrichtlinien:

Länderinformationen


Regionen (Abkürzung)|Notfall-Medikation

CT|Chloroquin (Resochin®, Quensyl®); Alternativ ist auch eine Behandlung mit Atovaquon/Proguanil (Malerone® und Generika) oder Artemether/Lumefantrin (Riamet®); möglich).

T|Atovaquon/Proguanil (Malarone® und Generika) oder Artemether/Lumefantrin (Riamet®); bei Schwangeren Mefloquin (Lariam®)


Nach jeder Selbstbehandlung ist eine ärztliche Kontrolle dringend notwendig, um die Wirksamkeit der Behandlung zu überprüfen und eine eventuell bestehende, anderwertige fieberhafte Erkrankung nicht zu übersehen!

Die verfügbaren Malaria-Schnelltests ermöglichen innerhalb weniger Minuten eine orientierende Diagnose, werden jedoch für Reisende aus folgenden Gründen grundsätzlich nicht empfohlen (Ausnahmen bei Personen mit ausreichenden Kenntnissen und geübter, sicherer Handhabung sind möglich):

  • Anwendungsfehler können ein falsches Ergebnis nach sich ziehen.
  • Ein negatives Ergebnis schließt eine Malaria nicht sicher aus.
  • Der Test muss daher (spätestens im Abstand von 24-48 Std.) wiederholt werden. Es kann lebensgefährlich sein, einen Arzt zu spät aufzusuchen, weil man sich aufgrund eines falsch negativen Testergebnisses in Sicherheit wiegt.
  • Der Test wird nur ausreichend geschulten Personen empfohlen, die in entlegene Gebiete ohne medikamentöse Prophylaxe und ohne medizinische Versorgungsmöglichkeiten fahren (z.B. Langzeitreisende, Auslandstätige, Auswanderer).

      Bei jedem Malariaverdacht sollte daher, unabhängig von einem Testergebnis, umgehend ärztlicher Rat in Anspruch genommen werden.

      Detaillierte Informationen zur Therapie der Malaria enthalten die Leitlinien Malaria.

      Diese Leitlinie ist für Ärzte gedacht, die Patienten mit Malaria betreuen. Bei Problemen sollte umgehend Kontakt mit einem Tropenmediziner oder mit einer tropenmedizinischen Einrichtung aufgenommen oder der Patient dorthin überwiesen werden.


      aktualisiert:   12.07.2016, 13:31
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