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Empfehlungen nach Reisegebieten


Als Orientierungshilfe für die Beratungspraxis werden im Folgenden die Empfehlungen für die wichtigsten Reisegebiete in einer Länderliste angegeben.

Im Einzelfall können entsprechend individueller Gesichtspunkte beim Reisenden andere Empfehlungen notwendig werden (z.B. Aufenthalt nur in Großstädten oder in Höhenlagen, Aufenthalt nur wenige Tage, Unverträglichkeiten, Vorerkrankungen).

Die Übersichtstabelle zu regionalen Malariarisiken (Ländersuche) entspricht dem Stand Mai 2016. Länder ohne Malariavorkommen oder Malariarisiko wurden nicht in die Tabelle aufgenommen.

Die Beschreibung der regionalen Besonderheiten der Art des Malariavorkommens stellt ebenso wie die Beschreibung der Resistenzlage hinsichtlich einzelner Medikamente eine Momentaufnahme in einem dynamischen Geschehen dar. Die Genauigkeit und Verlässlichkeit der zugrunde liegenden Daten kann aufgrund lokaler Gegebenheiten schwanken.

Zeitnahe Aktualisierungen der weltweiten Malariasituation erfolgen in zahlreichen Internet-Seiten.

u.a. als nationale Beratungsinstanz:

im deutschen web:

als Schweizer Beratungsinstanz:

als internationale Beratungsinstanz:


Landessezifische Empfehlungen zur medikamentösen Malariaprophylaxe oder notfallmäßige Selbstbehandlung

Abkürzungen für nachfolgende Länderliste

Chemoprophylaxe (P steht für Prophylaxe)

 

P

Prophylaxe Atovaquon/Proguanil (Malarone® und Generika) oder Doxycyclin (Monohydrat-Präparate) oder bei begründeter medizinischer Indikation Mefloquin (Lariam®) in Hochrisikogebieten, in denen überwiegend Mefloquin-sensible P. falciparum-Stämme vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Papua  Neuguinea, Salomonen, Indonesien östlich von Lombok/Gili Islands, Französisch Guayana, (mit Ausnahme des mittleren und östlichen Küstenstreifens sowie der östlichen Landesregionen), Guyana (mit Ausnahme des Küstenstreifens) und Surinam (mit Ausnahme der Küstendistrikte) und Venezuela.

 

Notfallmäßige Selbstbehandlung (T steht für Therapie)

 

CT

Notfallmäßige Selbstbehandlung mit Chloroquin (Resochin® u. a.) nur in Gebieten, in denen keine Chloroquin resistenten P. falciparum-Stämme vorkommen.

 

T

Notfallmäßige Selbstbehandlung mit Atovaquon/Proguanil (Malarone® und

Generika) oder Artemether/Lumefantrin (Riamet®) in Gebieten mit mittlerem oder geringem Malariarisiko. In Regionen mit guter medizinischer Infrastruktur (d.h. Erreichbarkeit medizinischer Hilfe im Falle von Fieber innerhalb von 24 Stunden) ist die Mitnahme eines Notfallmedikamentes (z.B. bei Badeurlaub, organisierten Stadtreisen) nicht unbedingt erforderlich (Nutzen-Risiko-Abwägung!).

 

T∗∗

Notfallmäßige Selbstbehandlung nur mit Atovaquon/Proguanil (Malarone® und Generika). Laut WHO (International Travel and Health 2015) wird aufgrund von Erregerresistenzen in nachfolgend aufgelisteten Ländern, keine Therapie mit Artemisinin empfohlen: Kambodscha, Myanmar, Thailand, Vietnam und Laos. Daher wird in diesen Ländern eine notfallmäßige Selbstbehandlung nur mit Atovaquon/Proguanil empfohlen.

 

bei Fieber aufsuchen

 

Risikoeinschätzung

Die Empfehlungen zur medikamentösen Prophylaxe, zur notfallmäßigen Selbstbehandlung oder zum Verzicht auf eine Malariamedikation beruhen, in Ermangelung von evidenzbasierten Zahlen, letztlich auf einer konsolidierten Expertenmeinung unter Tropen- und Reisemedizinern. Als Leitplanken gelten für die Risikoeinschätzung die hierfolgenden Zahlen für Reisende:

Hohes Risiko: „P“ Chemoprophylaxe: Malariarisiko/Monat ohne medizinische Prophylaxe >1%

Mittleres Risiko bzw. Geringes Risiko: „T“ Notfallmäßige Selbstbehandlung: Malariarisiko/Monat ohne med. Prophylaxe > 0,5-1 % bzw. > 0,1-0,5 %

Sehr geringes Risiko bzw. Minimales Risiko: „keine“ notfallmäßige Selbstbehandlung: Malariarisiko/Monat ohne med. Prophylaxe > 0,01-0,1 % bzw. ≤ 0,01 %

Erregerspezies und Vorkommen

P. falciparum- und P. vivax-Zahlen beziehen sich auf die prozentuale Verteilung der Erreger bei den im Land gemeldeten Fällen 2015 (WHO, World Malaria Report 2015).


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aktualisiert:   05.04.2017, 13:30
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