Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V.
Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin
und Internationale Gesundheit e.V.
 
Land Risikobeschreibung Saison Med.

EP steht jeweils für "Expositions­prophy­laxe" (Vermeidung von Insektenstichen)

Die konsequente Anwendung der Maßnahmen zur Vermeidung von Stichen senkt nicht nur das Malaria-Risiko. Auch das Risiko anderer durch Arthropoden übertragener Erkrankungen (z. B. Denguefieber, Chikungunya-Fieber, Zikavirus-Infektion, Leish­maniosen u. a.) wird dadurch erheblich verringert:
• Verwendung von mit Insektiziden imprägnierten Moskitonetzen (Impräg­nierung mit Permethrin z. B. mit Nobite® Verdünner)
• Einreiben unbedeckter Haut mit mückena­bweisenden Mitteln mit den Wirkstoffen DEET in einer Konzentration von 30-50 % (z. B. Nobite®, Care Plus®, Anti Brumm forte®) oder Icaridin (z. B. Autan tropical®)
• Tragen von hautbedeckender, heller imprägnierter Kleidung (z. B. mit Nobite® Kleidung einsprayen oder mit K-O TAB® Kleidung waschen)
• Aufenthalt in mückensicheren Räumen (Klimaanlage, Fliegengitter) Die zusätz­liche Verwendung von Insektiziden als Spray, in Verdampfern, als Räucher­spiralen („mosquito coils“) u. ä. sowie zur Imprägnierung von Moskitonetzen und Kleidungs­stücken kann einen zusätz­lichen Schutz bieten. Die Kombi­nation von impräg­nierter Kleidung und einem Repellent bietet den höchst­möglichen Schutz gegen Stiche. Auch bei Säuglingen und Kleinkindern ist eine Expositions­prophylaxe sehr effektiv durchführbar.

P steht jeweils für "Prophylaxe"

Prophylaxe Atovaquon/Proguanil (Malarone® und Generika) oder Doxycyclin (Monohydrat-Präparate) oder bei begründeter medizinischer Indikation Mefloquin (Lariam®) in Hochrisikogebieten, in denen überwiegend Mefloquin-sensible P. falciparum-Stämme vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Papua Neu Guinea, Salomonen, Indonesien östlich von Bali, Französisch-Guayana (mit Ausnahme des Küstenstreifens), Guyana (mit Ausnahme des Küstenstreifens) und Surinam (mit Ausnahme der Küstendistrikte).

T steht jeweils für "Therapie"

Notfallmäßige Selbstbehandlung mit Atovaquon/Proguanil (Malarone® und Generika) oder Artemether/Lumefantrin (Riamet®) in Gebieten mit mittlerem oder geringem Malariarisiko.

CT - T steht für "Therapie", C hier für Chloroquin

Notfallmäßige Selbstbehandlung mit Chloroquin (Resochin®, Quensyl®), nur in Gebieten in denen keine Chloroquin-resistenten P. falciparum-Stämme vorkommen.

Wichtiger Hinweis
Bei Fieber Arzt aufsuchen und auf Reise hinweisen!
Verhalten im Erkrankungsfall
Griechenland

Minimales Risiko in Lakonien im Süden (Evrotas Delta), Einzelfälle v.a. bei Migranten (2010-2012). Keine autochtonen Fälle (2014)

Erreger: P. vivax 100%

Mai - Oktober keine
  Malariafrei: Rest des Landes, Touristengebiete