Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V.
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und Internationale Gesundheit e.V.
 
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Indikation:

Reisen unter einfachen Reise-, Aufenthalts- bzw. Arbeitsbedingungen (z.B. Trekking, Hilfseinsätze) in endemischen Gebieten mit niedrigem Hygiene-Standard, speziell bei aktuellen Ausbrüchen und Katastrophen

Impfstoff:

a) Totimpfstoff Vi-Kapselpolysaccharid von Salmonella typhi

b) Lebendimpfstoff apathogene und attenuierte Keime von Salmonella typhi (Stamm :Ty21a)

Zusätze:

Salze, Phenol (a); Salze, Vitamine, Zucker (b)

Applikation:

a) 1 x 0,5 ml i.m. (ab vollendetem 2. Lebensjahr)

b) je eine Kapsel oral an den Tagen 1, 3 und 5, jeweils nüchtern eine Stunde vor einer Mahlzeit (Schluckimpfstoff; ab vollendetem 5. Lebensjahr)

Wirksamkeit:

befriedigend

Beginn 14 (a) bis 10 (b) Tage nach der Impfung; Dauer im Endemiegebiet mehrere Jahre, außerhalb endemischer Gebiete nicht bekannt.

Wiederimpfung:

bei anhaltendem Risiko gemäß Empfehlung des Herstellers

a) spätestens nach 3 Jahren

b) bei Aufenthalt im Endemiegebiet nach 3 Jahren, sonst nach 1 Jahr.

Nebenwirkungen:

s. Packungsbeilage bzw. Gebrauchsinformation!

Kontraindikation:

akute, behandlungsbedürftige Krankheiten; Unverträglichkeit vorangegangener Impfungen mit dem betreffenden Impfstoff. Allergie gegen Impfstoffbestandteile; Immundefizienz (nur für b).

Schwangerschaft:

keine ausreichenden Daten, Anwendung allenfalls unter Risikoabwägung; Stillen bei a) ist keine Kontraindikation, bei b) keine Daten.

Bemerkungen:

● Bei gleichzeitiger Indikation für Typhus + Hepatitis A sind parenterale Kombinationsimpfstoffe verfügbar. Der Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis A und Typhus steht nur Jugendlichen ab vollendetem 15. bzw. 16. Lebensjahr (je nach Hersteller) und Erwachsenen zur Verfügung.

●Für den parenteralen Polysaccharidimpfstoff (a) ist eine Immunogenität bei Kindern unter 2 Jahren sowie eine Schutzwirkung gegen Vi-negative Stämme nicht zu erwarten; für den oralen Impfstoff (b) ist sie bei Kindern unter 5 Jahren nicht ausreichend dokumentiert.

● Bei Immundefizienz ist der Impferfolg fraglich

● Reisenden mit Vorkrankheiten sollte großzügig eine Impfung empfohlen werden: z.B. Immundefekte, fehlende Magensaftbarriere, z.B. durch Protonenpumpenhemmer, Zustand nach Cholecystektomie, interne Prothesen.

● Unmittelbar vor, während und 3 Tage nach der Schluckimpfung (b) dürfen keine Antibiotika, Sulfonamide oder Malariamittel gegeben werden; Abführmittel sind während der Impfzeit zu vermeiden.

● Gegen enteritische Salmonellosen sind beide Typhus-Impfstoffe unwirksam; neuere Daten weisen in Feldversuchen eine gewisse Wirksamkeit (etwa 50%) der oralen Impfung (b) gegen Paratyphus A und B hin (siehe Fachinformation).

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